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Flitterwochen in Kalifornien: LA zu zweit im Tesla – 3 Tage und dann raus

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Flitterwochen in Kalifornien: LA zu zweit im Tesla – 3 Tage und dann raus

Warum die meisten Hochzeitsreisen in LA falsch anfangen

Fast jedes Angebot für Flitterwochen in Kalifornien sieht gleich aus: vier Nächte Hotel in Downtown oder am Strand, dazu eine gebuchte Stadtrundfahrt. Die großen Anbieter in Los Angeles verkaufen zweistündige Bustouren ab etwa 50 Dollar pro Person, Ganztagestouren um die 70 bis 95 Dollar. Sie sehen darin dieselben Orte, die auch in diesem Artikel stehen – nur eben zu deren Uhrzeit, mit vierzig anderen Menschen und einem Audioguide in neun Sprachen.

Das ist nicht schlecht. Es ist nur das Gegenteil von dem, was eine Hochzeitsreise sein sollte.

Ich sage das als jemand, der in Los Angeles Fahrzeuge übergibt und danach hört, was funktioniert hat und was nicht. Die Paare, die zufrieden zurückkommen, haben fast immer dasselbe gemacht: drei Tage Stadt, bewusst kurz gehalten, und dann raus an die Küste oder in die Wüste. Nicht sieben Tage LA. Die Stadt ist der Auftakt, nicht die Reise.

Dieser Guide ist entsprechend aufgebaut: drei Tage Los Angeles zu zweit, selbst gefahren, und danach der Absprung.

Tag 1: Hollywood, Beverly Hills und der Sonnenuntergang, auf den es ankommt

Vormittag: Hollywood Boulevard – kurz halten

Der Walk of Fame ist voller, lauter und kleiner, als die Fotos vermuten lassen. Das ist keine Kritik, sondern eine Planungshilfe: Zwei Stunden reichen vollkommen. Gehen Sie früh, bevor die Reisebusse eintreffen, machen Sie Ihre Bilder, und fahren Sie weiter. Wer hier einen halben Tag einplant, verbringt ihn im Gedränge.

Mittag: Beverly Hills und Rodeo Drive

Von Hollywood sind es je nach Verkehr 20 bis 30 Minuten nach Beverly Hills. Der Rodeo Drive ist in erster Linie eine Kulisse – man muss dort nichts kaufen, um den Nachmittag zu genießen. Die Beverly Gardens mit dem bekannten Schriftzug liegen ein paar Minuten entfernt und sind der ruhigere Fotostopp.

Praktischer Hinweis, den wir jedem Gast mitgeben: Mit montiertem Dachzelt ist Ihr Model Y höher als üblich. Viele Parkhäuser in Beverly Hills und Hollywood haben Höhenbegrenzungen um zwei Meter. Nehmen Sie in diesen Vierteln Straßenparkplätze – wir zeigen Ihnen die genaue Fahrzeughöhe bei der Übergabe.

Abend: Griffith Observatory – der eigentliche Grund für den Mietwagen

Hier trennt sich der Roadtrip von der Bustour. Das Griffith Observatory hat den besten Blick über Los Angeles, von der Skyline bis zum Pazifik, und die Terrassen sind bei Sonnenuntergang genau der Ort, an dem man als Paar stehen möchte. Der Punkt ist: Sonnenuntergang findet nicht dann statt, wenn ein Reisebus ankommt.

Was Sie wissen sollten:

  • Montags geschlossen. Planen Sie diesen Abend also nicht auf einen Montag.
  • Der Eintritt ist frei – Gebäude, Gelände, Ausstellungen und die öffentlichen Teleskope kosten nichts. Nur die Vorstellung im Planetarium ist kostenpflichtig.
  • Parken ist gebührenpflichtig und wird täglich kontrolliert. Die Preisangaben unterscheiden sich je nach Quelle, rechnen Sie mit Kosten und prüfen Sie die Beschilderung vor Ort.
  • Kommen Sie deutlich vor Sonnenuntergang. Die Parkplätze am Observatorium füllen sich zuerst, danach parken alle weiter unten am Hang und laufen hinauf.

Nehmen Sie eine leichte Jacke mit. Der Hang kühlt nach Sonnenuntergang schneller ab, als ein Sommertag in LA vermuten lässt.

Tag 2: Die Küste – Santa Monica, Malibu und das erste Mal Ruhe

Vormittag: Santa Monica Pier

Der Pier ist der Endpunkt der Route 66 – das Schild „End of the Trail“ steht dort, und für viele unserer Gäste ist es der emotionalste Fotostopp der ganzen Reise. Wer die Geschichte genau nimmt: Der historische Endpunkt lag ein Stück landeinwärts an Lincoln und Olympic Boulevard. Beide Punkte liegen wenige Minuten auseinander, und der zweite ist deutlich leerer.

Mehr zum Ort und zur Weiterfahrt finden Sie auf unserer Seite zu Santa Monica und Malibu.

Nachmittag: Highway 1 nach Malibu

Ab Santa Monica führt der Highway 1 direkt am Wasser entlang. Nach etwa 30 bis 45 Minuten – Verkehr ist hier die größere Variable als Entfernung – erreichen Sie die Strände nördlich von Malibu. El Matador State Beach ist der bekannteste: Felsentore, Klippen, schmaler Zugang über eine steile Treppe. Für Fotos zu zweit ist er unschlagbar, für einen entspannten Nachmittag ist er oft zu voll. Die Nachbarstrände sind ruhiger und fast genauso schön.

Point Dume etwas weiter nördlich bietet den Aufstieg auf die Landzunge mit Blick über die Bucht. Im Winter und Frühjahr sieht man von dort mit etwas Glück Wale.

Abend: die erste Nacht draußen

Hier beginnt der Teil, den keine Stadtrundfahrt bieten kann. Die ersten echten Küstencampingplätze liegen nördlich von Malibu, gut eine halbe bis dreiviertel Stunde von Santa Monica. Sie sind beliebt und im Sommer regelmäßig ausgebucht – reservieren Sie vorab und planen Sie eine Alternative weiter nördlich ein.

Wichtig, weil es regelmäßig falsch verstanden wird: Im Fahrzeug übernachten ist in Santa Monica und weiten Teilen des Großraums Los Angeles per Verordnung untersagt und wird kontrolliert. Für die Nacht fahren Sie auf einen offiziellen Campingplatz. Wie freies Übernachten außerhalb der Städte legal funktioniert, steht in unseren Boondocking-Regeln.

Tag 3: Der Absprung

Nach zwei Tagen Stadt haben Sie genug Los Angeles gesehen, um es einordnen zu können. Jetzt entscheiden Sie sich für eine Richtung – und das ist die eigentliche Weggabelung Ihrer Hochzeitsreise.

Nach Norden: der Pacific Coast Highway. Über Santa Barbara nach Big Sur, Klippenstraße, Wale, Nebel am Morgen. Die klassische Route für Paare, und in unseren Augen die schönste. Sie führt über Big Sur weiter Richtung San Francisco und ist als Pacific-Coast-Tour durchgeplant.

Nach Osten: die Wüste. Joshua Tree liegt gut zwei bis drei Stunden entfernt und ist das komplette Gegenteil der Küste: Stille, Hitze am Tag, Sterne ohne Lichtverschmutzung in der Nacht. Wer nur eine Woche hat und einen echten Kontrast will, fährt hierhin.

Nach Osten und weiter: die Route 66 rückwärts. Manche Paare fahren die Mother Road von Santa Monica aus in Gegenrichtung. Ungewöhnlich, aber legitim – der komplette Verlauf steht im Route-66-Guide.

Welche Variante zu Ihnen passt, haben wir für Paare unter Hochzeitsreise & Paar-Roadtrip zusammengefasst.

Was das kostet – und was es ersetzt

Ein Camping-Paket auf Basis des Tesla Model Y beginnt bei uns bei $119 pro Tag; das Model Y Camping-Paket mit Dachzelt liegt bei $216 pro Tag inklusive Ausrüstung, Versicherung und Supercharging. Alle Tagessätze stehen auf der Preisübersicht.

Rechnen Sie das gegen die Alternative: Hotel im Großraum LA plus Mietwagen plus gebuchte Touren. In den meisten Fällen ist der Unterschied kleiner, als Paare erwarten – und Sie bekommen dafür Nächte an Orten, an die kein Hotel Sie bringt.

Drei Dinge, die ich Paaren immer sage

  1. Planen Sie den ersten Tag kurz. Nach einem Interkontinentalflug ist die Küstenstraße bei tiefstehender Sonne kein Vergnügen. Der Campingplatz läuft Ihnen nicht weg.

  2. Buchen Sie die Küstenplätze vorher. Kalifornische Küstencampingplätze sind im Sommer Wochen im Voraus ausgebucht. Spontan funktioniert hier fast nirgends.

  3. Nehmen Sie sich einen Abend ohne Programm. Die Erinnerung, von der Paare uns hinterher schreiben, ist selten das Foto vor dem Hollywood-Schild. Es ist der Abend, an dem nichts geplant war.

Übergabe in Los Angeles

Die Fahrzeugübergabe findet an unserem Hub im Großraum Los Angeles statt – keine Schalterhalle am Flughafen, sondern eine persönliche Einweisung in Dachzelt, Camp-Modus und Routenplaner-App. Einen Transfer ab LAX organisieren wir auf Wunsch. Details dazu stehen unter Tesla mieten ab Los Angeles.

Wir betreiben keine Stadtrundfahrten und sind mit keinem Tourenanbieter verbunden. Dieser Guide ist zum Selbstfahren gedacht – so, wie wir die Strecke selbst fahren.

Eine Hochzeitsreise sollte sich nicht wie ein abgearbeitetes Programm anfühlen. Drei Tage Stadt reichen. Der Rest gehört Ihnen beiden.

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